Geschichte Dschibutis

Geschichte Dschibutis

Das Land der heutigen Republik Dschibuti wurde erstmalig durch Hirtenstämme besiedelt. Dabei handelte es sich um Oromo, welche den Hirtenstämmen der Gala zugehörig waren. Allerdings wanderte diese Bevölkerung in das heutige Nachbarland Äthiopien aus. Weitere Volksgruppen, welche sich im Land niederließen, waren die Afar der Danakil-Stämme und die Issa aus Nordsomalia.

Bevölkerungsgruppen

Die beiden Volksgruppen Afar und Issa leben auch in der heutigen Zeit noch im Land und machen mit zusammen rund 95 Prozent den Großteil der Bevölkerung aus. Im siebten Jahrhundert erreichten Araber das Land und sorgten für die Islamisierung. Einige Jahrhunderte später bildete sich in der Region das mächtige Sultanat Adal. Jedoch bestand das Sultanat nicht lange, sondern es wurde, nachdem es im 15. Jahrhundert gebildet wurde, etwa ein Jahrhundert später niedergeschlagen.

Kolonialisierung

Ende des 19. Jahrhunderts kam es schließlich zur Kolonialisierung des damaligen Somalias. Dadurch entstanden in der Region unter anderem Italienisch-, Britisch- und Französisch-Somaliland. Französisch-Somaliland lag dabei auf dem Gebiet des heutigen Dschibuti. Der französische Einfluss begann schon mit der Aufteilung der Gebiete im Jahre 1862. Im Jahre 1896 wurde das Landgebiet schließlich offiziell unter französische Kolonialherrschaft gestellt und als Französisch-Somaliland bezeichnet.

Unabhängigkeit

Die vorherrschenden Stämme Dschibutis waren zu der Zeit die Issa und Afar. Sie erhielten im Jahre 1967 eine begrenzte Autonomie eingeräumt und seit dem 27. Juni 1977 ist Dschibuti von Frankreich unabhängig. Das Land konnte sich auch in der Zeit der Unabhängigkeit gut aus den Konflikten der Nachbarländer heraushalten und unterhielt auch anschließend noch enge Kontakte zu Frankreich. Diese waren sowohl wirtschaftlicher als auch politischer Natur. Nach der Unabhängigkeit wurde das Einparteisystem im Land eingeführt. Das führte im Laufe der Zeit zu Konflikten im Land, denn die Bevölkerung, welche dem Volk der Issa zugehörig war, wurden bevorzugt. Dieses Volk machte den größten Teil der Bevölkerung aus. Nach einem Aufstand im Jahre 1991 wurde schließlich im darauf folgenden Jahr das Mehrparteiensystem eingeführt. Im Jahre 1994 kam es zudem dazu, dass die Partei, welche während der Widerstandsbewegung gegründet wurde, einen Friedensvertrag unterzeichnete. Die Widerstandsbewegung akzeptierte dadurch die amtierende Regierung und die Partei der Bewegung wurde offiziell anerkannt.

 

Äthiopien

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