Politik in Burundi

Politik in Burundi

Lange Zeit stand Burundi unter europäischem Einfluss. Die Belgier übernahmen die Kolonialherrschaft ab dem Jahre 1920. Als in dieser Region Afrikas die Entkolonisierung eingeleitet wurde, begann sich in den 1950er Jahren ein politisches System zu bilden. Burundi wurde ein autonomes Land, in welchem sich politische Parteien bildeten. Die ersten Parlamentswahlen wurden im Jahre 1961 durchgeführt.

Innerpolitische Konflikte

Seit dem 1. Juli 1962 ist Burundi schließlich von Belgien unabhängig und in Burundi wurde die Monarchie eingeführt. Staatsoberhaupt wurde Mwami Mwambutsa II. Jedoch kam es immer wieder zu Konflikten und Spannungen zwischen den beiden großen Volksgruppen und zahlreichen Regierungswechseln. Im Jahre 1966 wurde Burundi zur Republik erklärt. Der innerpolitische Frieden konnte aufgrund der teils blutigen ausgetragenen Konflikte aber nicht hergestellt werden. Viele Menschen starben bei diesen Auseinandersetzungen oder wurden aus dem Land vertrieben.

Mit Gründung der Republik wurde die UPRONA die Einheitspartei im Land und Micombero wurde der erste Präsident. Er behielt sein Amt bis zum Jahre 1976. Viele Hutu wurden während der Amtszeit aus den Ämtern vertrieben und auch Massenverhaftungen wurden durchgeführt. Die Hutu wehrten sich durch einen Putschversuch und die Ermordung vieler Tutsi. Infolgedessen kam es seitens der Regierungstruppen zu Massenhinrichtungen, wodurch viele Hutu hingerichtet wurden und viele aus dem Land flüchten mussten. Insgesamt waren es rund 100.000 Flüchtlinge.

Unruhen

In den darauf folgenden Jahren kam es immer wieder zu blutigen Vergeltungsschlägen seitens der Hutu und des Militärs. Nachdem die Einheitspartei in den 1970er Jahren abgeschafft wurde und auch Hutu in die Politik mit einbezogen wurden, entspannte sich die Lage etwas. Im Jahre 1988 wurde sogar das Mehrparteiensystem wieder eingeführt und die Verfassung geändert. Demokratische Wahlen wurden im Jahre 1993 durchgeführt, durch welche Hutu Melchior Ndadaye an die Macht gelangte. Auch bei den darauf folgenden Parlamentswahlen setzte sich die Partei des amtierenden Präsidenten, die Hutu-Partei FRODEBU, durch. Nachdem das Staatsoberhaupt und andere Hutu-Politiker ermordet wurden, kam es allerdings erneut zu Unruhen mit Toten und Flüchtlingen. Die folgenden Jahre waren durch politische Unruhen und Instabilität geprägt.

Friedensvertrag

Ein Friedensvertrag zwischen den beiden verfeindeten Gruppierungen wurde schließlich im August 2000, unter Mithilfe Nelson Mandelas geschlossen. Eine neue Übergangsregierung wurde im folgenden Jahr vereidigt und im Jahre 2005 folgte die Einführung einer neuen Verfassung. Burundi ist seither eine präsidiale Republik, in welcher die ersten demokratischen Wahlen im Jahre 2005 stattfanden.

 

Ruanda

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