Krankheiten in Burundi

Krankheiten in Burundi

Die medizinische Infrastruktur Burundis ist als unzureichend zu bezeichnen. So fehlt es den Krankenhäusern des Landes an Ausstattung und Geräten. Auch die Gebäude werden aufgrund fehlender finanzieller Mittel nur schlecht instand gehalten.

Gesundheitsversorgung

Es gibt in den Krankenhäusern Burundis auch gut ausgebildetes Personal, welches zum Teil in Europa ausgebildet wurde. Die unzureichende medizinische Infrastruktur verhindert jedoch, dass die Mediziner ihren Fähigkeiten entsprechend arbeiten können. Aus diesen Gründen sollten Reisende rechtzeitig vor Reisebeginn eine Auslandsreise-Krankenversicherung abschließen, welche im Krankheitsfall auch die Kosten für den Rücktransport zuverlässig übernimmt.

Krankheiten

Malaria tritt im ganzen Land auf, und zwar das gesamte Jahr über. Deshalb sollten sich Reisende vor Reisebeginn erkundigen, ob in ihrem Fall eine Chemoprophylaxe sinnvoll ist. Darüber können Reise- und Tropenmediziner Auskunft geben. Malaria wird dabei von Anopheles-Mücken übertragen. Gegen die Stiche der nachtaktiven Insekten helfen Mückenschutzmittel, Moskitonetze über dem Bett und lange, körperbedeckende Kleidung. Obwohl die Anopheles-Mücke nachtaktiv ist, ist auch am Tage ein guter Mückenschutz sinnvoll, denn auch einige tagaktive Mücken übertragen Krankheiten. So wird zum Beispiel auch die Schlafkrankheit von Mücken übertragen.

Auch Cholera und Durchfallerkrankungen zählen zu den weitverbreiteten Krankheiten. Risikoreisende können sich in Einzelfällen auch mit einer Cholera-Schluckimpfung schützen. Allerdings kann eine Ansteckung mit einer Durchfallerkrankung häufig durch eine gute Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene vermieden werden. Dazu zählt zum Beispiel, dass nur Flaschenwasser genutzt werden sollte, und zwar sowohl zum Trinken als auch zum Zähneputzen und Spülen. Lebensmittel sollten vor dem Verzehr gekocht oder geschält werden.

Zum Schutz vor der Schistosomiasis sollte bei einem Aufenthalt in Burundi auf das Baden in freien Süßwassergewässern verzichtet werden. So wird diese Wurmerkrankung von den dort lebenden Schnecken übertragen. Die Gefahr der Ansteckung besteht in allen freien Süßwassergewässern des Landes.

Impfschutz

Bei der Einreise nach Burundi muss eine Pflichtimpfung beachtet werden. So müssen alle Reisenden ab dem Alter von einem Jahr einen Nachweis über eine kürzlich erfolgte Gelbfieberimpfung vorlegen können. Neben der Gelbfieberimpfung, welche gefordert und auch sinnvoll ist, sollte auch der Standardimpfschutz überprüft und aktualisiert werden. Dazu zählt insbesondere der Impfschutz gegen Polio, Tetanus, Masern, Röteln, Mumps, Pertussis und gegen die Influenza. Als zusätzliche Reiseimpfungen wird häufig ein Impfschutz gegen Typhus und Hepatitis A empfohlen. Lediglich, wer einen längeren Aufenthalt plant, sollte zusätzlich auf Impfungen gegen Krankheiten wie Hepatitis B, Tollwut, Cholera und gegen die Meningokokken-Krankheit in Erwägung ziehen. Neben der Aufenthaltsdauer können auch andere Gegebenheiten der Reise für diese Reiseimpfungen sprechen. Deshalb ist die Beratung durch einen Facharzt vor Antritt der Reise nach Burundi sinnvoll.

 

Ruanda

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