Geschichte Äquatorialguineas

Geschichte Äquatorialguineas

Das Gebiet am Golf von Guinea, welches heute die Landesfläche von Äquatorialguinea umfasst, wurde bereits im 6. Jahrhundert vor Christus besiedelt. Zu der Zeit siedelten sich dort Pygmäen an.

Die Bantu-Stämme

Um das 1. Jahrhundert vor Christus folgten schließlich auch einige Bantu-Stämme. Sie betrieben Landwirtschaft und Viehzucht und konnten sich so in dem Land behaupten. Die Stämme der Bantu besiedeln auch in der heutigen Zeit noch in großer Anzahl das Land.

Zeit der Kolonialisierung

Im Jahre 1469 wurde Äquatorialguinea von Europäern entdeckt. Als erster "Ausländer" entdeckte Fernão do Póo, ein portugiesischer Seefahrer das Land, und ließ sich zunächst auf der vorgelagerten Insel Formosa, welche später den Namen Fernando Póo erhielt nieder. In der folgenden Zeit kamen schließlich weitere Europäer ins Land, die durch Handelsniederlassungen auch das Küstengebiet von Äquatorialguinea beherrschten. Allerdings blieb das eingenommene Landgebiet nur bis zum 18. Jahrhundert unter Herrschaft der Portugiesen, denn diese übergaben es an Spanien. Im 19. Jahrhundert entdeckte auch England das Gebiet und sie errichteten auch einen Stützpunkt auf der Insel Fernando Póo, jedoch konnte sich Spanien gegen England behaupten.

Die einheimische Bevölkerung setzte sich lange Zeit gegen die Kolonialherrschaft zu Wehr, sodass die Spanier sich erst im 20. Jahrhundert gegen die Einheimische durchsetzten konnten. Erst im Jahre 1959 gelang es der einheimischen Bevölkerung, wieder einige beschränkte Selbstverwaltungsrechte über die Inseln zu erlangen und am 12. Oktober 1968 konnten sie schließlich die Unabhängigkeit von Spanien erreichen. Die Unabhängigkeit hatte allerdings zur Folge, dass Francisco Macías Nguema an die Macht gelangte, sodass das Land von einem Terrorregime beherrscht wurde. Viele Menschen mussten aus dem Land fliehen, wurden verfolgt und deportiert.

Politische Lage heute

Die politische Opposition hatte zu der Zeit keine Chance, sich durchzusetzen, denn gegen sie wurde vom Regime des Präsidenten vorgegangen. Durch einen Putsch des Militärs im Jahre 1979 konnte schließlich der Präsident gestürzt werden. Dadurch gelangte die Regierungspartei PDGE an die Macht und ein Mehrparteiensystem wurde eingeführt. Jedoch hat die politische Opposition bis heute keinen großen Einfluss auf das politische Geschehen im Land. Durch die neue Regierung entwickelte sich die politische Lage in Äquatorialguinea jedoch langsam, was auch verbesserte politische und wirtschaftliche Beziehungen zu anderen Ländern zur Folge hatte. Die Menschenrechtslage gilt in dem Land weiterhin als problematisch, jedoch arbeitet die Regierung an einer Verbesserung der Lage.

 

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