Afrika von 1945 bis heute

Afrika von 1945 bis heute

Der Zweite Weltkrieg verlieh der gesamten Welt ein neues Gesicht. Die verheerenden Schlachten richteten nicht nur großes Leid unter der Bevölkerung an, sie sorgten auch für enorme finanzielle Verluste.

Entscheidende Jahrzehnte

In Afrika fanden ebenfalls große Schlachten an, wenngleich der gesamte Kontinent wenig unter den Schäden als vielmehr unter den Folgen litt. Die europäischen Staaten, noch immer als Kolonialmächte auf dem Kontinent vertreten, nutzten die Ressourcen ihrer Kolonien, um ihre Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen. Der Wunsch nach Unabhängigkeit der afrikanischen Staaten wurde lange Zeit unterdrückt und bewusst nicht erhört. Erst als die ersten Volksgruppen den Druck auf die Kolonialmächte deutlichen erhöhten, fanden sie endlich Gehör.

Das Ziel der Unabhängigkeit

Mehr als 500 Jahre standen viele afrikanische Staaten unter der Führung der Kolonialmächte. Sie waren der Macht der Herrscher willkürlich ausgesetzt, die neue Grenzen zogen und die Landkarte Afrikas neu ordneten. Sie verliehen dem heutigen Afrika das aktuelle Gesicht. Unter der afrikanischen Bevölkerung war der Wunsch groß, eigenständig zu agieren und die Fesseln der Führungsmächte loszuwerden. Mit dem Aufschwung der Wirtschaft in Europa in den 50er Jahren wurde dieser Wunsch für immer mehr Ländern Wirklichkeit. Zwar gab es zur damaligen Zeit bereits einige unabhängige Staaten, diese stellten allerdings die klare Minderheit. Die Briten war die erste Kolonialmacht, die Staaten in die Unabhängigkeit entließen.

Kampf für die Freiheit

Die Unabhängigkeit der Staaten entwickelte sich in vielen Kolonien zu einer blutigen Angelegenheit. In den 50er und 60er Jahren gab es in vielen Ländern Kämpfe, die oftmals niedergeschlagen wurden. In Kenia kam es 1956 zum Mau-Mau-Aufstand, im Unabhängigkeitskrieg in Algerien standen sich acht Jahre lang, von 1954 - 1962, französische und algerische Truppen gegenüber. Das Ziel der meisten Kolonialmächte, ihre Macht an demokratische Führungen zu übergeben, war von mäßigem Erfolg gezeichnet. Bis in die 90er Jahre hinein standen die letzten Staaten unter fremder Führung, ehe sie ihre Unabhängigkeit erlangten.

Ein weiter Weg

Die meisten afrikanischen Staaten werden heute von einer demokratisch gewählten Regierung geführt, oftmals ist das aber nur auf dem Papier der Fall. Auseinandersetzungen zwischen Volksgruppen und Stämmen sind bis heute dafür verantwortlich, dass es überall auf dem Kontinent immer wieder zu Konflikten kommt. Für die afrikanischen Staaten ist es noch ein weiter Weg, bis die politischen und wirtschaftlichen Ziele erreicht werden.
Selbst ein halbes Jahrhundert, nachdem die ersten Kolonien eigenständig wurden, prägen die alten Mächte noch das Bild vieler Staaten. In der ehemaligen deutschen Kolonie Namibia gibt es bis heute Regionen, in denen Deutsch gesprochen wird. Einige Küstengebiete oder Inseln stehen bis heute unter Führung europäischer Staaten.

 

 

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